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»Am zwölften Tag erstarrt zwar nie zum bloßen Tageslichtprojektor von Zahlen, Statistiken und Schlachtszenarien, aber gerade seine Bewegungen wirken oft wie Ablenkungsmanöver vom Info-Dump-Charakter vieler Passagen. Das ist deshalb auszuhalten, weil Schorlau uns so ein grusliges, stimmiges, horizontweites Bild der Fleischproblematik liefert.«

Thomas Klingenmaier

Schreiende Kälber, lügende Schlachter: Bei der Stuttgarter Zeitung bespricht Thomas Klingenmaier den Roman Am zwölften Tag von Wolfgang Schorlau.

»Was verschweigt Polza, was lügt er hinzu, wie sehr verdreht er die Dinge? Ja, auch diese Frage ist wichtig, denn die Verhörsituation macht klar: der großartige Blast, dessen dritter Band in Frankreich bereits erschienen ist, darf und sollte immer auch als Krimi gelesen werden.«

Thomas Klingenmaier

Pennertum und Pilgerschaft: Thomas Klingenmaier bespricht für das Blog Propellerinsel den Comic Blast 2: Die Apokalypse des Heiligen Jacky von Manu Larcenet.

»Nix für ungut, aber das ist dann doch ein bisschen mehr hinterwäldlerischer Provinzmief, als das Allgäu vertragen kann.«

Carola Fuchs

Ist der siebte Fall für Kommissar Kluftinger, der gerade unter dem Titel Herzblut erschienen ist, pfiffig oder provinziell? Diese Frage stellt sich Carola Fuchs bei der Stuttgarter Zeitung.

»Dass Arjouni weitaus mehr als ein Genreschriftsteller war, bewies er mit Magic Hoffmann, einem Berliner Wenderoman, erzählt aus der Loser-Perspektive eines Kleinganoven. Diese Blickrichtung behielt er bei, um die Schieflagen der Gesellschaft zu erkennen.«

Mirko Weber

Mirko Weber erinnert bei der Stuttgarter Zeitung an den verstorbenen Autor Jakob Arjouni.

Starten Sie gemeinsam mit mir und zwei Artikeln, die sich mit den Umbrüchen in der Buch- und Literaturwelt beschäftigen, in die neue Woche.

Thomas Hettche hat schon Mitte September bei cicero.de einen Nachruf auf das Buch, das gedruckte Buch, veröffentlicht. Trotz des Kulturpessimismus ein, wie ich finde, lesenswerter Beitrag, dessen Einschätzungen ich allerdings nur bedingt teilen mag.

Konkreter und ebenfalls sehr lesenswert ist ein Essay von Christine Lehmann, der am vergangenen Wochenende bei der Stuttgarter Zeitung veröffentlicht wurde. In Das Ende der Buchläden erklärt die Autorin auf sehr verständliche Art, was wir gerade an Umbruch im Buchbereich erleben und zeigt auf, welche Folgen – eben das Sterben der Buchläden – haben könnte.

»Zu Zeiten, als man hierzulande in Schriftstellern gern moralische Autoritäten und sozialethische Schülerlotsen sehen wollte, mag die Figur Fleming noch abgeschreckt haben. Inzwischen sieht man sie gelassener.«

Thomas Klingenmaier über Ian Fleming, dem Erfinder von James Bond. Sein Porträt bei stuttgarter-zeitung.de.


»Kein Wunder, dass Johnsons erster Roman mit dem Titel 72 Jungfrauen – als Satire getarnt – auf Krawall gebügelt ist, geschickt abgemildert durch ein Quäntchen Selbstironie.«

Markus Reiter über den Roman 72 Jungfrauen des Londoner Bürgermeisters Boris Johnson. Seine Kritik gibt es bei stuttgarter-zeitung.de.


»Tolkiens Helden wissen, dass wir in uns die Fähigkeit tragen, zu Autoren unserer eigenen Lebensläufe zu werden. Hierin liegt die jeden Totalitarismus – sei es den Totalitarismus der Religion, der politischen Ideologie oder auch nur den Totalitarismus der Gegenwartsfixiertheit und Fantasielosigkeit – bedrohende Macht der Literatur.«
Denis Scheck, der Romantiker unter den Literaturkritikern, legt ein gutes Wort für die Fantasy-Literatur ein. Genre-Leser werden es ihm danken, Elke Heidenreich hingegen nicht. Sein Plädoyer für Tolkien und Co. gibt es bei stuttgarter-zeitung.de


»Auf dem aktuellen deutschen Krimimarkt spielt Ross Macdonalds zu den Großleistungen der Kriminalliteratur zählendes Werk nicht einmal mehr eine Nebenrolle. Das kann wohl nur noch Hollywood ändern.«
Thomas Klingenmaier berichtet bei stuttgarter-zeitung.de über die geplante Verfilmung des Roman The Galton Case von Ross Macdonald sowie über eine Fernsehserie, die den Arbeitstitel Lew Archer führt.