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Franziska Wolffheim über den Roman 'Die bleichen Füchse' von Yannick Haenel
»In seinem neuen Buch springt er ins 21. Jahrhundert und beschreibt ein repressives Land am Rande der sozialen Katastrophe, das Züge eines Polizeistaats trägt. Die düstere Vision wird zwischendurch aufgebrochen, indem der Autor die Macht der Poesie beschwört und zum Teil sehr eindrucksvolle Bilder schafft.«
— Franziska Wolffheim

Flüchtlingsproblematik: Dieses brisantes Thema greift der Roman Die bleichen Füchse von Yannick Haenel auf. Eine Einschätzung dazu von Franziska Wolffheim in ihrer Kritik bei spiegel.de.

Krimis des Monats bei Spiegel Online (September 2014)
»Es ist das Glasgow der einfachen Leute, das McIlvanney beschreibt: die viel zu kleinen Wohnungen in betongrauen Siedlungen, die Pubs, die nach Bier und Rauch und Verzweiflung riechen, die Straßen, die allesamt ins Nirgendwo zu führen scheinen.«
— Marcus Müntefering

»Waidmannstod ist genau die Art von warmen, unterhaltsamen Buch, die man an solchen Abenden im Bett lesen sollte, wenn man gern eine Katze hätte.«
— Maren Keller

»Selten hat ein Autor so eindringlich die Kälte der Macht geschildert wie Ertener: Menschen, die nicht zufrieden sind, Geld und Einfluss zu besitzen, sondern ihre Gegner demütigen, in den Staub treten, vernichten müssen. «
— Marcus Müntefering

Begrabene Verbrechen: Marcus Müntefering und Maren Keller decken mit kritischem Blick die Krimis des Monats bei spiegel.de auf. Müntefering beschäftigt sich mit der Neuübersetzung des Krimis Laidlaw von William McIlvanney, sowie mit dem Thriller Lebt von Orkun Ertener. Und Keller hat den ersten Fall für Kommissar Voss mit dem Titel Waidmannstod von Maxim Leo gelesen.

Krimis des Monats bei Spiegel Online
»Billingham braucht keine Gewalt und keine zerstückelten Leichen, um Spannung zu erzeugen. Er streut den Argwohn so wohldosiert in die Szenen wie die Pärchen die Gewürze über das Essen, das sie sich gegenseitig in ihren stilbewusst eingerichteten Wohnzimmern servieren, mit denen sie sich zu beeindrucken hoffen.«
— Maren Keller

»Das Buch ist spannend, ein echter Krimi. Die dafür erforderlichen Morde sind bestialisch – wie der deutsche Titel schon offenbart, das italienische Original heißt, hintergründiger, Der Traum vom Fliegen -, aber es geht dem Autor um mehr.«
— Hans-Jürgen Schlamp

»Auch wenn die Geschichte, wie es der Noir-Tradition entspricht, auf eine Katastrophe hinauslaufen muss, entlässt uns Nic Pizzolatto zwar unendlich traurig aus Galveston, aber nicht völlig ohne Hoffnung.«
— Marcus Müntefering

Drei neue Krimis in der kritischen Begutachtung: Maren Keller bespricht Die Lügen der Anderen von Mark Billingham, Hans-Jürgen Schlamp hat Bestie von Carlo Lucarelli gelesen und Marcus Müntefering urteilt über Galveston von Nic Pizzolatto. Alle drei Kritiken gibt es bei spiegel.de.

'Mr. Mercedes' von Stephen King
»Keine vom Bösen besessenen Oldtimer, keine Killer-Clowns, keine telekinetisch begabten Teenager – in Stephen Kings 57. Roman kommt das Böse vergleichsweise banal daher. Trotz dieses Verzichts auf übersinnlichen Hokuspokus ist Mr. Mercedes ein typischer King.«
— Marcus Müntefering

Das Böse fährt deutsch: Horror-Meister Stephen King spielt in seinem neuesten Thriller Mr. Mercedes mit den Klischees, findet Marcus Müntefering in seiner Besprechung bei spiegel.de.

»Man könnte Arne Dahl belächeln. Weil er sich einen scheinbar naiven politischen Optimismus bewahrt hat.

Man sollte es aber nicht.«

Marcus Müntefering

»Der Autor entwickelt den Plot mit einer kunstvollen schwarzen Mechanik, wie wir sie bei Cornell Woolrich (Die Braut trug schwarz) finden – und folgt seinem Helden dann durch diese entfesselte Mechanik mit der unverbrüchlichen Liebe eines James M. Cain (Wenn der Postmann zweimal klingelt), der noch die ruchloseste Mörderin zur identifikationstiftenden Heldin erheben konnte.«

Christian Buß

»Peace hat kein Pamphlet und keine Klageschrift geschrieben: Er seziert die Mechanismen der Macht, zeigt auf, wie ein ganzes Land zerstört wurde, von den sozialen Strukturen bis zu den Seelen der Menschen.«

Marcus Müntefering

Drei neue Krimis in der Kritik bei Spiegel Online: Marcus Müntefering hat Neid, den neuesten Roman von Arne Dahl, gelesen und er bespricht den Roman über den Streik der Bergarbeiter in Jahre 1984 in England GB 84, den David Peace bereits vor einigen Jahren im Original veröffentlicht hat und der jetzt erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt. Christian Buß beschäftigt sich in seiner Kritik mit dem Noir-Roman Die Wahrheit und andere Lügen von Sascha Arango.

»Mit Vergeltung ist Don Winslow nicht nur ein extrem moderner, rasend schneller Thriller gelungen, sondern auch ein hoch politischer Roman, der den Leser subtil dazu auffordert, sich der moralischen Ambivalenz unserer Zeit zu stellen.«

Marcus Müntefering

Knallhart: Entgegen dem Tenor, den neusten Thriller Vergeltung von Don Winslow zu verreißen, ordnet Marcus Müntefering den Roman als »hochpolitisch« ein. Seine Kritik gibt es bei Spiegel Online.

»Auch im fünften Kimmo-Joentaa-Roman zeigt der Sprachverknapper Wagner, was er kann: filmisch präzise, bildstarke Szenen entwerfen. Knappe, kraftvolle Dialoge schreiben. Lakonische Sätze hintupfen, die man laut lesen mag, vorlesen am liebsten. Und wann will man das schon mal bei einem Krimi?«

Tobias Becker

Leben mit dem Tod: Tobias Becker über den Krimi Tage des letzten Schnees von Jan Costin Wagner. Seine Kritik findet sich beim Spiegel.

Stephen King Doctor Sleep

Der König war in der Stadt: Stephen King hat in der vergangenen Woche München und Hamburg besucht. Hier eine Auswahl von Beiträgen und Artikel über den Besuch und die Lesereise:

»Jerome Charyn schreibt eigentlich keine Polizei-Krimis und schon gar keine Polit-Thriller, sondern moderne Märchen für Erwachsene.«

Marcus Müntefering

»In einer Zeit, deren Krimimarkt von weitschweifigen Plots im Stil Jussi Adler-Olsens beherrscht wird, ist Tatjana fast schon eine Besonderheit: Ein klassischer, geradliniger Krimi.«

Sebastian Hammelehle

»Zwar gewinnt die Geschichte mit Holes Auftauchen deutlich an Fahrt, doch findet Nesbø selten zu seiner gewohnten Form. Themen und Motive früherer Romane wiederholen sich, das Finale ist allzu ähnlich aus dem Schneemann bekannt.«

Marcus Müntefering

Krimis des Monats bei Spiegel Online: Marcus Müntefering und Sebastian Hammelehle über die Kriminalromane Unter dem Auge Gottes von Jerome Charyn, Tatjana von Martin Cruz Smith und Koma von Jo Nesbø.

»Manches Sprachbild ist abgegriffen, das Übermaß an Tieranalogien wirkt leicht ermüdend. Herman Kochs Kunst besteht vor allem darin, den Leser erschaudern zu lassen vor einem menschlichen Wesen, dessen Grausamkeit nur unter einem dünnen Firnis aus Anstand verborgen liegt; zu entdecken von jedem, der nicht selbst das Spiel des höflichen, unverbindlichen Umgangs mitspielt.«

Kaspar Heinrich

Eine Durchschnittsexistenz in Amsterdam: Kaspar Heinrich über den Thriller Odessa Star von Herman Koch. Seine Kritik findet sich bei Spiegel Online.