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»Warum hat die FAZ eigentlich keinen Literaturblog?«

Kommentar von Hans Meier

Volker Weidermann reagiert unter dem Titel Literaturkritik im Netz: Wer steht hier am Abgrund? bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf den Text Literaturkritik unter Druck: Ein Leben nach dem Papier von Roman Bucheli, der am 11. Mai bei der Neuen Zürcher Zeitung erschienen ist.

In diesem Text spricht sich Weidermann für eine »Modernisierung der Literaturkritik« aus, um dann die Tradition der Literaturkritik zu bemühen, namentlich Egon Friedell, W. Somerset Maugham, Charles-Augustin Sainte-Beuve, Edmond & Jules de Goncourt und Willy Haas (allesamt tot). Nichts gegen Tradition und Wurzeln des Kulturjournalismus, aber es liest sich schon putzig, wenn ein eigentlich positiver und der Zukunft zugewandter Text so arg in und mit der Vergangenheit argumentiert. So bleiben die »literarischen Welten«, die Volker Weidermann offenbar vorschweben, leider nur diffus und ungreifbar.

Und noch eine Anmerkung: Verlinkungen tun nicht weh, liebe Kulturjournalisten und Kritiker – auch Euren Zeitungsmarken nicht. Es ist albern, dass Weidermann bei faz.net nicht auf den Text von Bucheli bei nzz.ch verlinkt. So wird das nix mit der modernen Literaturkritik im Netz.

»Töte deinen Nächsten heisst der mittlerweile dritte Thriller von Michael Herzig, in dem die unkonventionelle Polizistin Johanna di Napoli mit ihrer seltsamen Mischung aus Unverfrorenheit und Unbeholfenheit zu Werke geht und das eigene Leben wie das der anderen auf den Kopf stellt.«

Roman Bucheli über den Thriller Töte deinen Nächsten von Michael Herzig. Die vollständige Kritik gibt es bei nzz.ch.