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Depeschen mit dem Leitwort Ralf Kramp

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Ralf Kramp gehört zu den Leuten in der deutschsprachigen „Krimiszene“, bei denen man sich gerne mal fremdschämt. Als Geschäftsführer des KB-Verlages hat er unter anderem das Deaster um die Neuauflage von Jochen Schmidts „Gangster Opfer Detektive“ vor gut zwei Jahren zu verantworten. Nicht verwunderlich, dass er auch Mitglied der „Focus-Mordkommission“ ist, in der deutsche Krimiautoren beiderlei Geschlechts deutsche Krimiautoren (richtig, ebenfalls beiderlei Geschlechts) loben, damit der gute deutsche Krimi (zitterndes Zwitterwesen) endlich mal mehr gelesen wird.

Allesamt feine Saubermänner, die munter PR in eigener Sache betreiben. Und so wundert es auch nicht, dass sich Kramp lobend über das Krimidebüt „Die toten Gassen von Barcelona“ von Stefanie Kremser äußert und dabei ziemlich ahnungslose und sinnlose Sätze wie diesen formuliert: „Sie nimmt uns von Anfang an für ihre unsichere und doch so willensstarke Heldin ein und hat einen sauberen Krimi-Plot entwickelt.“ – Saubere Krimiplots also. Mir sind die dreckigen ja lieber. Zum Beispiel von Autorinnen und Autoren wie Francisco González Ledesma, Alicia Giménez-Bartlett, Andreu Martín oder Manuel Vázquez Montalbán. Aber die schreiben ja nicht auf Deutsch.

Das sind schon Schelme: Bei der Zeitung „Trierischer Volksfreund“ nennen sie ihre Redakteure „TV-Redakteure“. Stefanie Glandien ist so eine „TV-Redakteurin“ und die hat jetzt mit Michael Preute, alias Jacques Berndorf, der Urgroßmutter aller Regiokrimis, gesprochen. Der berichtet auf volksfreund.de über seinen neuen Krimi „Eifel-Connection“, über Depression und watscht seinen ehemaligen Grafit-Verleger für dessen Umgang mit den Filmrechten zu seinen Romanen dezent ab. Upps…