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Depeschen mit dem Leitwort Massimo Carlotto

Nachgereicht: Mit etwas Verspätung hier die Beiträge aus der Krimibeilage, die kürzlich in der Wochenzeitschrift Der Freitag erschienen sind und nun online abrufbar sind.

»Mit der hässlichen, völlig unmoralischen Kommissarin Bernadette Bourdet, die sich längst die Methoden ihrer Gegner zu eigen gemacht hat und ganz selbstverständlich mit gewissen Fraktionen der örtlichen Mafia paktiert, permanent die Musik des Altrockers Johhny Halliday hört und Prostituierte bezahlt, damit sie ihr Gesellschaft leisten, hat Carlotto eine einprägsame Figur geschaffen.«

Jan Schmelcher

Globales Verbrechen, mediterrane Morde: Jan Schmelcher über den Roman Die Marseille Connection von Massimo Carlotto. Seine Kritik gibt es beim Hessischen Rundfunk.

»Die Bilanz von Kokain ist deswegen erschreckend, weil sie zeigt, wie sehr Ecgonylbenzoat kein Privileg der Reichen und Noch-Schönen ist. Weil es gestreckt bis zur Grenze zur Wirkungslosigkeit eine Volksdroge geworden ist, für alle Opfer der Arbeitsverdichtung, für alle Multijobber, für alle, die alles verlieren, wenn sie nicht doppelt so lang durchhalten wie die Wochenarbeitszeit eigentlich vorsieht, die Lastwagenfahrer, die Fabrikarbeiter. Also für alle.«

Elmar Krekeler

Ohne Koks ist in Italien leider gar nichts los: Elmar Krekeler bespricht in seiner Kolumne Krekeler killt bei der Welt die Anthologie Kokain, die Crime Stories von Giancarlo de Cataldo, Gianrico Carofiglio und Massimo Carlotto enthält.