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Depeschen mit dem Leitwort Luc Boltanski

»Nicht fachkundige Leser mögen viele Kapitel dieses knapp 500 Seiten langen, wunderbar genau von Christine Pries übersetzten Essays ermüden. Sich erholen und doch auch anregen lassen kann man sich von hintersinnigen Passagen, die der Anthropologie des französischen Ermittlers schlechthin gewidmet sind: Kommissar Maigret.«

Sigrid Brinkmann

Der Detektiv ist der Staat im alltäglichen Ausnahmezustand: Sigrid Brinkmann über den Essay Rätsel und Komplotte. Kriminalliteratur, Paranoia, moderne Gesellschaft des französischen Soziologen Luc Boltanski. Ihre Kritik findet sich beim Deutschlandfunk.

»Ob Boltanskis Nationalgeschichte der Gattung angesichts solcher Lücken wirklich Überzeugungskraft hat, kann zumindest bezweifelt werden.«

Magnus Klaue

Nichts ist so, wie es schein: Magnus Klaue über das Buch Rätsel und Komplotte. Kriminalliteratur, Paranoia, moderne Gesellschaft des Soziologen Luc Boltanski. Die Kritik findet sich beim Freitag.

»Die Realität, meint Boltanski, war dabei nie so robust, organisiert und vorhersehbar wie in der Moderne. Zugleich wächst jedoch das Misstrauen ihr gegenüber. Der Erfolg des frühen Kriminalromans liegt in Boltanskis Sicht darin begründet, dass er die Krise der Realität in Szene setzt: Er inszeniert Rätsel und Auflösung. «

Thekla Dannenberg

Nützliche Lügen: In der neusten Ausgabe ihrer Krimikolumne Mord und Ratschlag beim Perlentaucher bespricht Thekla Dannenberg die Studie Rätsel und Komplotte. Kriminalliteratur, Paranoia, moderne Gesellschaft von Luc Boltanski. Außerdem widmet sie sich dem Roman Empfindliche Wahrheit von John le Carré.