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Depeschen mit dem Leitwort Jim Thompson

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»Für Thompson, der kurze Zeit in der Kommunistischen Partei war, Marx gelesen hatte und von Naturalisten wie Zola, William Cunningham und Frank Norris beeinflusst war, gab es nie einen Zweifel daran, dass das System naturbedingt Millionäre genauso hervorbrachte, wie es psychisch kranke Killer zeugte. In Thompsons Welt können die Dämonen des Schicksals nicht bezwungen werden.«

Martin Compart

In der schönen Reihe Krimis, die man gelesen haben sollte widmet sich Martin Compart in einem ausführlichen Porträt dem US-amerikanischen Autor Jim Thompson. Lesebefehl!

»So it was no surprise at all when, about fifteen years ago, I was prowling through the stacks in a bookstore on the Avenue des Champs-Élyseés and found French translations of the heavyweight champ of American noir writers, Jim Thompson, filling an entire shelf, end-to-end. It was a bittersweet sight.«

Craig Clevenger

High Priest of the Godless: Writer Craig Clevenger with a Jim Thompson primer. Read his article at Litreactor.

»Im Sommer dieses Jahres folgte In die finstere Nacht aus dem Jahr 1953, ein Roman aus der besten und produktivsten Zeit des Autors. Und vor ein paar Wochen schließlich eines seiner Spätwerke, Blind vor Wut

Gerrit Bartels

Eine Doppelrezension von Gerrit Bartels: Er bespricht bei dradio.de die Roman In die finstere Nacht und Blind vor Wut von Jim Thompson.

»Aber in Zeiten, in denen der skandinavische Sozialstaatkater ebenso wie die als seelisches Fußbad für den Feierabend dienenden Blutseen der Serienkillerthriller jede beunruhigende Qualität verloren haben, in denen Regionalkrimis Schneekugeln mit umherschwebenden Leichenteilen für den Kaminsims noch der behütetsten Gemütlein werden, braucht es eine Gegenposition.«

Thomas Klingenmaier

Thomas Klingenmaier hisst die Fahne für Pulp und stellt nebenbei auch noch die neuen Romane Blind vor Wut von Jim Thompson und Götterdämmerung in El Paso von Rick DeMarinis vor. Formidables Krimi-Feuilleton bei welt.de und deshalb das Goldstück des Tages.

»Thompson wrote dozens of pulp novels, often several in a single year. Which is the best? The smart money tends to pick either The Killer Inside Me, which was turned into a brilliant film in 2010; or Savage Night, which is perhaps the most psychologically dark thriller ever. But to my taste, Pop. 1280 is his true masterpiece, a preposterously upsetting, ridiculously hilarious layer cake of nastiness, a romp through a world of nearly infinite deceit.«

Stephen Marche

Stephen Marche with a portrait about Jim Thompson. Read more about murder, lies and southern fried catfish at npr.org.

»Thompson sah sich also als Lieferant von Triebabfuhr für ein Publikum, das kein bisschen interessiert war an dem, was ein Text alles sein könnte.«

Thomas Klingenmaier bespricht bei Killer & Co. die deutsche Übersetzung des Romans Savage Night von Jim Thompson, die kürzlich bei Heyne Hardcore unter dem Titel In die finstere Nacht veröffentlicht wurde. Dabei greift Klingenmaier auch die Kritik von Martin Compart an der “keineswegs akkurate Verwendung des Begriffs Pulp” auf. Die Krimi-Depeschen berichteten.


»Doch auch 60 Jahre später kommen auf jeden Jim Thompson, David Peace oder Don Winslow geschätzte 666 Stieg Larssons. «

Marcus Müntefering trauert. Verständlich und nachvollziehbar. Dennoch: Was sind zerhackte “Genre-Konventionen”? Seine Rezension über In die finstere Nacht von Jim Thompson beantwortet diese Frage nicht. Lesen Sie selbst. Bei spiegel.de.