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Depeschen mit dem Leitwort Ijoma Mangold

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»Inferno ist charmante Unterhaltungsliteratur mit einem kühnen Schluss. Nur so viel sei gesagt: Zobrist hat ein Virus entwickelt, das die Menschheit genetisch verändert. Es soll dazu führen, dass 50 Prozent der Menschen unfruchtbar werden. Kein Lebender muss sterben wie bei der Pest, und doch ist die Bevölkerungsexplosion gestoppt. Dan Brown spitzt in den Schlusskapiteln das Problem des Bevölkerungswachstums so zwingend zu, dass der Leser in ein echtes moralisches Dilemma gerät: Ist der Mensch nicht in einer Phase der Evolution angekommen, in der er seine genetische Disposition manipulieren muss, um als Spezies zu überleben?«

Ijoma Mangold

Wenn von der Krise des Feuilletons die Rede ist, dann hat das nicht immer zwangsläufig etwas mit schwindender Auflage der Zeitungen und dem bösen Internet zu tun. Gelegentlich spielen auch dumm-dreiste Texte wie dieser von Ijoma Mangold zu Dan Browns Schwarte Inferno eine Rolle. Und so wandelt sich auch die Zeit vom Hort der kritischen Glaubwürdigkeit zum intellektuellen Freudenhaus, in dem sich billig-teure Rezensenten-Nutten von der Verlagsindustrie ausbeuten lassen und sich zugleich den Lesern mit abgegriffenen Plastikfloskeln anbiedern.

»Obwohl der Roman als Ganzer also eine ziemliche Kolportage ist, schillern seine einzelnen Szenen doch wie satirische Bravourstücke.«

Ijoma Mangold

Lustige Überschrift: Miami Vice. Ijoma Mangold beschäftigt sich bei der Zeit mit dem Roman Back to Blood von Tom Wolfe