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Depeschen mit dem Leitwort Heinrich Steinfest

Barbara Reiter schreibt bei kurier.at Mist. Richtig viel Mist. Sätze wie “Wahrscheinlich hat auch Österreichs Regisseur fürs Bodenständige, Franz Antel, mit der Verwechslungskomödie “Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett” aus dem Jahr 1962 ein bisschen zur kritischen Betrachtungsweise des Genres beigetragen. ” oder “Der Thriller war der bessere Krimi, allein des Namens wegen. Der Thriller galt als Top, der Krimi als Flop.” oder “War früher besonders im deutschsprachige Raum vor allem Suspense-Literatur verbreitet, deren Hauptaugenmerk auf Spannung lag, ist das Spektrum mittlerweile weitaus größer.” sind in ihrer gnadenlosen Dummheit nicht zu ertragen. Das die Autorin dann den neuen Roman von Heinrich Steinfest offenbar nur nach dem Cover beurteilt, passt da bestens ins Bild. Furchtbar.

Es sind immer drei. Nicht einmal zwei, dann vielleicht mal fünf – nein, die Krimiproduktion muss pro Monat immer genau drei rezensionswürdige Titel produzieren. Sonst klappt das bei spiegel.de nicht mit der Kolumne “Krimis des Monats”. Diesmal hat es getroffen: Jim Thompsons “Jetzt und auf Erden” (grotesk-komisch, fieberhaft-surreal), Jörg Juretzkas “Freakshow” (ist Spannung nur was für Mädchen?) sowie Heinrich Steinfests “Die Haischwimmerin” (phantastische Raffinesse). Schön, dass da nur Jungs über Jungs schreiben.