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Depeschen mit dem Leitwort Freitags-Depesche

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Avaritia

Wertevolle Leserinnen und Leser,

lassen Sie uns kurz über etwas sprechen, worüber „man“ eigentlich nicht spricht: Geld. Kein Sorge: Die Krimi-Depeschen – und alle anderen Angebote im Netzwerk krimiblog.de – sind kostenlos und bleiben es auch. Wie es überhaupt eine prächtige Auswahl an deutschsprachigen Krimiblogs gibt.

Jeder Blogger geht dabei mit seinem jeweiligen Urheberrecht anders um. Die Blogs im Netzwerk von krimblog.de stehen zum Beispiel unter Creative Commons Lizenz. Sie dürfen also gerne zitieren, verwenden, verändern, weiterverbreiten, wenn Sie die Quelle nennen und sie dürfen es nicht in einem kommerziellen Umfeld tun.

Andere Blogbetreiber geben ganz klar an, dass ihre Texte, Fotos und Grafiken nicht ohne Rücksprache und Erlaubnis weiter verbreitet werden dürfen. Völlig legitim. Wer eine geistige Leistung erbringt, soll und muss sagen, was er dafür bekommen möchte und wie damit umgegangen werden darf. Dennoch zitieren etwa die Krimi-Depeschen immer wieder aus fremden Blogs (und anderen Internetangeboten von Zeitungen, Radiosendern, TV-Stationen), um auf eben diese Blogs, diese Plattformen aufmerksam zu machen. Ich hoffe sehr, dass dies bei den Kolleginnen und Kollegen nicht auf Unmut stößt. Es handelt sich immer um Zitate, niemals um vollständige Texte oder fremde Bilder.

Die Zitate dienen dazu, Neugier auf die Texte in anderen Blogs zu wecken, sie zu verlinken, sie zu verbreiten. Das ist eine gängige Praxis in vielen Blogs – und es ist das Lebenselixier der Krimi-Depeschen. Das muss nicht jedem gefallen und ich bitte ausdrücklich darum, wenn jemand das nicht möchte, mich unverzüglich zu informieren. Immerhin gibt es die Krimi-Depeschen seit zwei Jahren und bislang hat sich noch niemand – kein Blog, keine Zeitung, kein Radiosender, keine Videoplattform – sich an diesen Zitaten gestört oder dafür gar ein Strafhonorar eingefordert. Ich möchte, dass dies so bleibt, und kann es mir auch gar nicht anders leisten.

500.- Euro Strafhonorar

Warum schreibe ich das? Gerne hätte ich heute zwei neue Blogs vermeldet. Der Krimikritiker Tobias Gohlis betreibt seit Kurzem ein eigenes Blog sowie ein Blog zu einer Tagung, die sich „Krimis machen“ nennt. Leider kann ich diese Blogs hier nicht verlinken. Das hat einen einfachen Grund. Herr Gohlis droht. Wer in das jeweilige Impressum seiner Blogs schaut, wird eine Passage finden, in dem jedem, der – auch nur auszugsweise – Texte aus diesen Blogs übernimmt, ein Strafhonorar von mindestens 500. – Euro angedroht wird, wenn er sich nicht vorher die Erlaubnis beim jeweiligen Urheber eingeholt hat. Selbst einfache Zitate also bitte nur mit Genehmigung vorab!

Das kann Herr Gohlis so halten. Mit einer lebendigen, unvoreingenommen und fairen Blogkultur und vernünftigen Kulturjournalismus hat dies allerdings gar nichts zu tun. Blogs leben davon, dass man sich gegenseitig verlinkt, zitiert, sich mit den Texten der anderen auseinandersetzt. Lobend, kritisch, möglichst fair und offen. 500.– Euro für einen zitierten Textschnipsel halte ich – bei allem Respekt vor der Leistung des jeweiligen Urhebers – nicht für fair, sondern für unverschämt. Wer glaubt, auf diese Art einen Diskurs zu unserem Lieblingsgenre führen zu können, der kann dies gerne so versuchen. Ich hoffe und wünsche allerdings, dass er damit scheitern wird – gerade in einer lebendigen und diskussionsfreudigen Blogkultur.

Lesereiches Wochenende mit vielen spannenden Blogs

Ihr
Krimiblogger
– Krimi-Depeschen-Dienststellenleiter –