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Depeschen mit dem Leitwort Edward Snowden

»Die Dreyfus-Affäre ist eine Warnung. Da wurde Hysterie geschürt, die nationale Sicherheit beschworen, es war von einer Judenverschwörung die Rede. Bei harter Presseaufsicht wäre Dreyfus womöglich auf der Teufelsinsel gestorben, weil die Zeitungen zu eingeschüchtert gewesen wären. Die Presse in Frankreich war furchtbar zur damaligen Zeit, allein die antisemitischen Karikaturen. Aber Hässlichkeit gehört zur freien Presse, zur Meinungsfreiheit dazu. Freiheit ist Freiheit, nicht gutes Gewissen oder Kultur oder Gleichheit. Sondern eben Freiheit.«

Robert Harris

Die Dreyfus-Affäre: Sebastian Borger im Grspräch mit dem Thrillerautor Robert Harris über dessen neuen Roman Intrige (engl.: An Officer and a spy), über die Dreyfus-Affäre und Parallelen zur Gegenwart. Das Interview findet sich bei Der Standard.

»Ich erschaffe das Buch, dass ich selbst lesen will und folge dafür meinem eigenen Geschmack. Das ist, was ich mag. Man hofft, dass andere Leute denselben Geschmack haben. Manche tun es, andere nicht, das ist die Natur der Kunst, das ist Teil des Dialogs.«

Dan Brown


Sympathie für Edward Snowden:
Thrillerautor Dan Brown (Inferno hat mit Daniel García Marco über seinen neuen Roman, über seine Sympathie für Edward Snowden und über den neuen Papst gesprochen. Das Interview der dpa findet sich bei der Frankfurter Rundschau.

»Auch hier meine ich, dass die Deutschen sich hier aufs hohe moralische Ross setzen. Für mich ist der Mann [Edward Snowden] ein Verräter, denn er hat einen Treueeid geleistet. Er hat diesen Treueeid wissentlich gebrochen, weil er glaubte, sein Gewissen sei wichtiger als die Sicherheit seines Landes und der Menschen, die in ihm leben. Diese Gewissensbequemlichkeit mag für die Deutschen attraktiv erscheinen. Für mich ist das nicht so, denn dieser Mann hat den Feinden verraten, wie wir uns selbst verteidigen.«

Frederick Forsyth

Lautloser Krieg gegen den Terror: Krimiautor Frederick Forsyth (aktueller Roman: Die Todesliste) im Gespräch mit Friedbert Meurer über die Heroisierung Edward Snowdens. Das Gespräch findet sich beim Deutschlandfunk.