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Jörg Magenau über 'Bleeding Edge' von Thomas Pynchon
»Ein Roman wie das Internet. Wenn da überhaupt eine Tiefe ist unter der Oberfläche, dann kann man darin nur verloren gehen.«
— Jörg Magenau

New York ist der geheimnisvolle Verdächtige: Jörg Magenau bespricht den Roman Bleeding Edge von Thomas Pynchon. Seine Kritik gibt es bei Deutschlandradio Kultur.

Thomas Wörtche über den Western 'Einsame Tiere' von Bruce Holbert
»Holbert geht nicht nur auf die «Werte» ein, sondern gräbt noch tiefer: Er problematisiert und demontiert die Grundnarrative dieser Gesellschaft und zeigt, wie schmerzhaft ihre Ausrottung dennoch sein könnte. «
— Thomas Wörtche

Kein einfacher Roman: Für Deutschlandradio Kultur hat Kritiker Thomas Wörtche den Western Einsame Tiere von Bruce Holbert besprochen.

Larissa Bender über 'Das Halsband der Tauben' von Raja Alem
»Der scheinbar glücklose Ermittler Inspektor Nassir, an dessen Seite der Leser im Laufe des Romans die mekkanische Gesellschaft erkundet, kommt dabei einem Rettungsring gleich. An ihm versucht der Leser, sich immer wieder festzuhalten, um nicht in den Geschichten und Beziehungsgeflechten unterzugehen.«
— Larissa Bender

Opulenter Roman: Lobende Worte findet Larissa Bender für das Buch Das Halsband der Tauben der saudiarabischen Autorin Raja Alem. Ihre Kritik gibt es beim Deutschlandfunk.

Peter Urban-Halle über die Neuübersetzung 'Der Mann mit dem Lachen' von Victor Hugo
»In Hugos ausuferndem und regellosem Romanmonstrum kann man studieren, was romantischer Exzess heißt, inhaltlich und stilistisch. Es gibt pathetische Schilderungen sentimentaler Beziehungen oder seitenlange Aufzählungen des englischen Adels, die man vielleicht überspringen kann. Seine Figuren bewegen sich fast am Rande der Karikatur. Aber wenn er richtig loslegt, wenn peitschende Meerestürme, aufreibende Schneewanderungen, grausame Folterungen beschrieben werden, dann ist die Lektüre im wahrsten Sinne atemberaubend.«
— Peter Urban-Halle

Anwalt aller Außenseiter: Peter Urban-Halle bespricht für den Deutschlandfunk die Neuübersetzung des Romans Der Mann mit dem Lachen von Victor Hugo. Die Neuübersetzung stammt von Rainer G. Schmidt und ist bei der Achilla Presse erschienen.

Marten Hahn über den Roman 'Boogie Man' von Nathan Larson
»Boogie Man ist atemberaubendes »Noir« made in USA – düster, brutal und humorvoll. Es wird geschossen, gefoltert und gestorben. Und am Ende? Steht er da, der bücherliebende Held, genauso verkrüppelt wie die Stadt, durch die er sich bewegt, und weiß: Nichts wird gut.«
— Marten Hahn

New-York-Krimi: Boogie Man lautet der Titel des zweiten Romans um den Auftragskiller Dewey Decimal von Nathan Larson. Marten Hahn hat ihn für Deutschlandradio Kultur gelesen.

»Konventionell erzählt und sprachlich mitunter etwas betulich, bietet Padura dem Leser einen saftigen Abenteuerroman über die Irrwege eines Gemäldes und alle Arten von Ketzerei.«

Maike Albath

Auf Irrwegen nach Kuba: Maike Albath über den Abenteuerroman Ketzer von Leonardo Padura. Ihre Kritik bei Deutschlandradio Kultur.

»Meine Absicht ist es, Geschichten über Beziehungen zwischen Menschen zu erzählen. Und Krimis sind ein sehr netter Rahmen, um das zu tun. Weil Verbrechen sehr invasiv sind. Sie dringen in das Leben vieler Menschen ein. Nicht nur in das der Opfer, sondern auch in das Leben der Familien der Opfer und Täter.«

Anna Grue

Relativ unblutig: In einem ausführlichen Porträt stellt Marten Hahn die dänische Krimiautorin Anna Grue (u.a.: Der Judaskuss) vor. Das Profil gibt es bei Deutschlandradio Kultur.

»Nicht fachkundige Leser mögen viele Kapitel dieses knapp 500 Seiten langen, wunderbar genau von Christine Pries übersetzten Essays ermüden. Sich erholen und doch auch anregen lassen kann man sich von hintersinnigen Passagen, die der Anthropologie des französischen Ermittlers schlechthin gewidmet sind: Kommissar Maigret.«

Sigrid Brinkmann

Der Detektiv ist der Staat im alltäglichen Ausnahmezustand: Sigrid Brinkmann über den Essay Rätsel und Komplotte. Kriminalliteratur, Paranoia, moderne Gesellschaft des französischen Soziologen Luc Boltanski. Ihre Kritik findet sich beim Deutschlandfunk.

»Meine Neugier beim Schreiben galt «den Borisen», und der Boris im Buch ist der beste Freund von Theo, ein lebenslanger Freund. Ich habe zum Beispiel in einer wunderbaren Statistik gelesen, dass die Ukrainer [sic: «die Borise»] die literarischsten Menschen der Welt sind und dabei die höchste Alkoholismus-Quote erreichen. Sowas gefällt mir!«

Donna Tartt

Pulitzer-Preis für den Roman The Goldfinch (dt.: Der Distelfink): Donna Tartt im Gespräch mit Sandra Hoffmann. Das Interview gibt es beim Deutschlandfunk.