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»Konventionell erzählt und sprachlich mitunter etwas betulich, bietet Padura dem Leser einen saftigen Abenteuerroman über die Irrwege eines Gemäldes und alle Arten von Ketzerei.«

Maike Albath

Auf Irrwegen nach Kuba: Maike Albath über den Abenteuerroman Ketzer von Leonardo Padura. Ihre Kritik bei Deutschlandradio Kultur.

»Meine Absicht ist es, Geschichten über Beziehungen zwischen Menschen zu erzählen. Und Krimis sind ein sehr netter Rahmen, um das zu tun. Weil Verbrechen sehr invasiv sind. Sie dringen in das Leben vieler Menschen ein. Nicht nur in das der Opfer, sondern auch in das Leben der Familien der Opfer und Täter.«

Anna Grue

Relativ unblutig: In einem ausführlichen Porträt stellt Marten Hahn die dänische Krimiautorin Anna Grue (u.a.: Der Judaskuss) vor. Das Profil gibt es bei Deutschlandradio Kultur.

»Nicht fachkundige Leser mögen viele Kapitel dieses knapp 500 Seiten langen, wunderbar genau von Christine Pries übersetzten Essays ermüden. Sich erholen und doch auch anregen lassen kann man sich von hintersinnigen Passagen, die der Anthropologie des französischen Ermittlers schlechthin gewidmet sind: Kommissar Maigret.«

Sigrid Brinkmann

Der Detektiv ist der Staat im alltäglichen Ausnahmezustand: Sigrid Brinkmann über den Essay Rätsel und Komplotte. Kriminalliteratur, Paranoia, moderne Gesellschaft des französischen Soziologen Luc Boltanski. Ihre Kritik findet sich beim Deutschlandfunk.

»Meine Neugier beim Schreiben galt «den Borisen», und der Boris im Buch ist der beste Freund von Theo, ein lebenslanger Freund. Ich habe zum Beispiel in einer wunderbaren Statistik gelesen, dass die Ukrainer [sic: «die Borise»] die literarischsten Menschen der Welt sind und dabei die höchste Alkoholismus-Quote erreichen. Sowas gefällt mir!«

Donna Tartt

Pulitzer-Preis für den Roman The Goldfinch (dt.: Der Distelfink): Donna Tartt im Gespräch mit Sandra Hoffmann. Das Interview gibt es beim Deutschlandfunk.

»Es ist immer noch ein Thriller.«

Frank Schätzing

Der Nahostkonflikt als Familiensaga: Für den Deutschlandfunk hat sich Denis Scheck mit Frank Schätzing über dessen neuen Roman Breaking News unterhalten. Das Interview gibt es dort als Podcast.

»Kurz, Garry Disher zeigt sich erneut auf der Höhe seines Könnens. Erzählt geradezu, indem er fast so wenig Worte macht wie sein Held.«

Knut Cordsen

Ein Berufsverbrecher alter Schule: Beim Deutschlandradio Kultur bespricht Knut Cordsen den Roman Dirty Old Town von Garry Disher.

»Ian McEwan beschwört in seinem Roman noch einmal die Atmosphäre erbitterter ideologischer Grabenkämpfe zwischen links und rechts. McEwan geißelt indirekt die Verbohrtheit gerade der Linken, die zum Beispiel jemanden, der die DDR kritisierte, als CIA-Spitzel diffamierte. Englands Elite wiederum fürchtete, unter seinen Intellektuellen erneut Spione für die Sowjetunion zu entdecken, was sich im Roman übrigens auch bewahrheitet.«

Johannes Kaiser

Spionageroman: In seinen Roman Honig zeichnet Ian McEwan ein düsteres Bild von England zu Beginn der 70er-Jahre. Zu dieser Einschätzung kommt Johannes Kaiser in seiner ausführlichen Kritik beim Deutschlandfunk.

»Wie viel Spaß Dicker an seinem Buch hatte, sieht man vor allem an den vor Witz sprühenden Dialogen zwischen Goldman und seiner überkandidelten jüdischen Mom und dem trocken-ironischen, schwarzen Sergeant. Die nötige Würze geben gekonnte Perspektivwechsel, ungeahnte Entwicklungen, verblüffende Wendungen und Beziehungen.«

Peter Urban-Halle

Die Wichtigkeit des Klischees: Der Thriller Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert von Joël Dicker sein ein packender Roman. Zu dieser Feststellung kommt Peter Urban-Halle in seiner ausführlichen Kritik beim Deutschlandfunk.

»Man muss nicht allein auf skandinavische Autoren setzen, um brillante Kriminalromane zu lesen, die im Norden Europas spielen.«

Rainer Moritz

Liebeskasper, Massaker und Unfalltod: Rainer Moritz bespricht bei Deutschlandradio Kultur den Kriminalroman Tage des letzten Schnees von Jan Costin Wagner.