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Depeschen mit dem Leitwort Dan Brown

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»For most of us, the main problem seems to be a kind of over-remembering, a piling on of incidents that make sense individually but, taken all together, seem improbable. People tend to think of recollections as fading over time, but memories also grow like manuscripts being revised. In remembering, we add and fill in—and the more often you remember something, the more you change it, by committing to memory your own imaginative acts of recall. That’s why, eventually, our memories take on the glow, drama, and swiftness of fiction.«

Joshua Rothman

Memento: When Dan Brown Came to Visit – an essay by Joshua Rothman. At The New Yorker.

»Keine Frage: Wer an den drei ??? seinen Spaß hatte, an Schnitzeljagden und turbulenten Reiseführern, kann auch an diesem Buch Gefallen finden, das einen bewegten Montag im Leben eines Professors erzählt. Er darf sich nur nicht an den sprachlichen Unebenheiten stören, an reichlich erzählerischem Leerlauf und immer wieder aussetzender Logik.«

Hartmut Kasper

Der Thriller Inferno sei ein Roman, der an hohler Aufgeblasenheit kaum zu überbieten sei. Zu diesem Urteil gelangt Hartmut Kasper in seiner Kritik zu Dan Browns neustem Wurf. Die Kritik gibt es in der Sendung Büchermarkt beim Deutschlandfunk.

»Inferno ist charmante Unterhaltungsliteratur mit einem kühnen Schluss. Nur so viel sei gesagt: Zobrist hat ein Virus entwickelt, das die Menschheit genetisch verändert. Es soll dazu führen, dass 50 Prozent der Menschen unfruchtbar werden. Kein Lebender muss sterben wie bei der Pest, und doch ist die Bevölkerungsexplosion gestoppt. Dan Brown spitzt in den Schlusskapiteln das Problem des Bevölkerungswachstums so zwingend zu, dass der Leser in ein echtes moralisches Dilemma gerät: Ist der Mensch nicht in einer Phase der Evolution angekommen, in der er seine genetische Disposition manipulieren muss, um als Spezies zu überleben?«

Ijoma Mangold

Wenn von der Krise des Feuilletons die Rede ist, dann hat das nicht immer zwangsläufig etwas mit schwindender Auflage der Zeitungen und dem bösen Internet zu tun. Gelegentlich spielen auch dumm-dreiste Texte wie dieser von Ijoma Mangold zu Dan Browns Schwarte Inferno eine Rolle. Und so wandelt sich auch die Zeit vom Hort der kritischen Glaubwürdigkeit zum intellektuellen Freudenhaus, in dem sich billig-teure Rezensenten-Nutten von der Verlagsindustrie ausbeuten lassen und sich zugleich den Lesern mit abgegriffenen Plastikfloskeln anbiedern.