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In einer Reportage des Bayerischen Rundfunks von Till Rüger und Lisa Wreschniok hat sich am Mittwochabend in der Sendung „Kontrovers“ Willi Pohl als Helfer der Attentäter auf die Olympischen Spiele 1972 in München zu erkennen gegeben. Über die Unterstützung der palästinensischen Attentäter durch deutsche Neonazis, zu denen Willi Pohl damals zählte, berichtet im Juni 2012 bereits Spiegel Online.

Willi Pohl hat sich mittlerweile von seiner Vergangenheit distanziert und arbeitet sie, wie es im Off-Text der BR-Reportage heißt, als Krimiautor Willi Voss auf. Er schreibt auf seiner Internetseite:

Keine Überraschung mehr ist mein neues, in Kürze erscheinende Buch Unter Grund – die wirklich wahre Geschichte über die Geschichte, in der das Olympiaattentat eine Neben- mein geradezu unwirkliches Leben die Hauptrolle spielt. Ich habe die Geschichte mit zusammengebissenen Zähnen vierzig Jahre lang stumm mit mir herumgetragen, entschlossen, sie mit ins Grab zu nehmen. Aber das Gesetz zur Aktenfreigabe, das dem Spiegel die Einsicht in Geheimakten ermöglichte, hat das verhindert. Ich bin gezwungen, auch meine anderen Gesichter zu zeigen. Weil sonst nur die der Medien zählen. Sorry, folks!

Das vollständige Interview mit Willi Pohl/Willi Voss gibt es ebenfalls bei br-online.de sowie eine ausführliche Zusammenfassung.

Killing Lincoln entspricht mit den vielen inzwischen von Rezensenten festgestellten faktischen Fehlern (…) nicht der Forderung des Ford’s Theatre nach „historischer Akkuratesse“ bei der Schilderung jenes traumatischen Abends. Es scheint auch, dass O’Reilly seine ideologische Position auf dem rechten Flügel der amerikanischen Gegenwart auf die Vergangenheit projiziert.“ Ronald D. Gerste bei nzz.ch über das Sachbuch Killing Lincoln von Bill O’Reilly.