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Depeschen mit dem Leitwort A Delicate Truth

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»Und unverständlich ist, warum die Titel der Bücher von John le Carré eins zu eins ins Deutsche gezerrt werden. Der ewige Gärtner (für The Constant Gardener) war schon eine Zumutung. Empfindliche Wahrheit ist einfach nur dämlich. A Delicate Truth ist im übrigen eher eine «heikle Wahrheit», was aber auch kein guter Titel wäre.«

Franziska Augstein


Abrechnung mit «New Labour»:
Auf der Internetseite der Süddeutschen Zeitung bespricht Franziska Augstein den Roman Empfindliche Wahrheit von John le Carré.

»Der Verrat, früher einmal le Carrés großes Thema, ist keiner. Die Frage nach Recht und Gesetz ist, schon aufgrund der dubiosen Vorgeschichte des Ministers, von vornherein geklärt. Und auch moralisch steht nichts, aber auch gar nichts infrage: Die Schurken tragen schwer an le Carrés Klischees. Naturgemäß sind sie Amerikaner, Kapitalisten, evangelikale Fundamentalisten, leugnen, vom Jugendwahn besessen, ihr wahres Alter und kommen aus Texas.«

Wieland Freund

Abrechnung mit New Labour: Wieland Freund über den Roman Empfindliche Wahrheit (engl.: A Delicate Truth) von John le Carré. Seine Kritik findet sich bei der Welt.

»The latest book – A Delicate Truth – is centred in modern Britain, on a supposed threat to national security and the use of dubious means towards a justifiable end; the challenge to an individual oppressed by the power of the state. It’s a political tale, appreciated across the political spectrum (über-conservative cabinet minister Michael Gove chose it as one of the Daily Mail’s »hottest reads« of the summer, even if it was »permeated with Leftie politics«). Like the reviewers, Gove probably didn’t pick up on the book’s strong attack on the secret courts for which his government voted (allowing matters of »national security« to be heard behind closed doors).«

Philippe Sands

Tea and conversation: Writer Philippe Sands talking with his neighbour David Cornwell, the novelist John le Carré. Read the fine portrait at Financial Times Magazine.