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»Dass Beckett nicht die Finger davon lassen kann, sich an französisch-britischen Unterschieden abzuarbeiten, tut dem Buch nicht gut. Wie das durchaus charmant gelingen kann, hat unter anderem Martin Walker mit seinem «Chef de Police» Bruno bewiesen. Wenn Beckett seinen Sean gleich zum Auftakt auf sein auffällig rotes Haar hinweisen und sodann Baguette und Käse kaufen lässt, während die auftretenden alternden Franzosen selbstverständlich Boule spielen, dann ist das aber etwas zu dumpf.«

Christoph Schwarz

Harte Zeiten für David-Hunter-Fans: Christoph Schwarz bespricht bei Die Presse.com den neuen Roman Der Hof von Simon Beckett.

»«Hört, hört», sagt Donna Tartt und fügt hinzu, dass sie für The Goldfinch genau so viel Zeit benötigt habe, wie im Buch vergehe. «Diese Zeit ist jetzt im Buch, und ich bin nicht mehr dieselbe Person, die ich war, als ich es zu schreiben anfing.»«

Patrick Bahners

Wunder der Literatur: Patrick Bahners berichtet bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über einen Abend mit der US-amerikanischen Autorin Donna Tartt und dem US-amerikansichen Autor Allan Gurganus (aktuelles Buch: Local Souls). Darin geht er auch auf den neuen Roman Der Distelfink (engl.: The Goldfinch) ein, der in den nächsten Tagen im deutschsprachigen Raum veröffentlicht wird.

»Immer näher heran, immer tiefer hinein schreibt er sich karg, kühl, biegsam, aber mit deutlich weniger Ausbrüchen von poetischem Überschwang als beispielsweise in Winter’s Bone. Immer klarer wird der Blick auf das mörderische Frühlingsfeuer des Jahres 1929. Und am Ende hat man das Gefühl, durch ein Diorama der amerikanischen Mittelstandsgeschichte gegangen zu sein, alles gesehen zu haben, das ganze Elend, die Kleingeisterei, die Scheinheiligkeit, die Härte.«

Elmar Krekeler

Finsteres Panorama: In seiner Kolumne Krekler killt bei der Welt bespricht Elmar Krekeler den Roman In Almas Augen von Daniel Woodrell.