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Depeschen aus der Abteilung Goldstück

»Aus den Buchhandlungen ist sie [Dumonts Kriminal-Bibliothek] verschwunden, aber einige sind als E-Book bei Dumont bereits wieder aufgetaucht, Bücher von Edmund Crispin, John Dickson Carr, Michael Innes und Steve Hamilton etwa. Zwischen den Reizauslösungsapparaturen der modernen Bestsellerei hie und den die Ausgrenzungsmuster von einst reaktivierenden Wünschen einiger Kritiker, den Krimi nur noch in seiner Avantgarde-Variante gelten zu lassen, wirken sie etwas verloren. Das ist wohl die Chance der Krimiklassiker: Wer hätte kein Herz für die Verlorenen?«

Thomas Klingenmaier

Feine Beobachtungen aus der Feder von Thomas Klingenmaier: In der Lieblingskolumne Killer & Co. bei der Stuttgarter Zeitung beschäftigt er sich mit der Chancengleichheit von Krimiklassikern, moderne Bestsellerei und Avantgarde-Varianten von Kriminalliteratur.

Mein Goldstück am Samstag.

»What exactly is domestic suspense?«

Sarah Weinman

Über gute und schlechte Buchwerbung können wir sicher lange und ausführlich streiten. Die Internetseite Domestic Suspense ist Werbung. Werbung für die Anthologie Troubled Daughters, Twisted Wives: Stories from the Trailblazers of Domestic Suspense, die in den kommenden Tagen erscheinen soll. Herausgeberin Sarah Weinman veröffentlicht auf ihrer Seite zum Buch Anekdoten, Links und Miszellen zum Thema ihrer Anthologie – eben „domestic suspense“.

Was sich genau hinter diesem Begriff verbirgt – eine grobe Übersetzung wie „häusliche Gewalt“ trifft es eben nicht wirklich – mag beim Lesen der Internetseite deutlicher werden. So also geht kluge Buchwerbung. Deshalb mein Goldstück des Tages: Domestic Suspense