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Kommen wir zu den wirklich interessanten Büchern und zu den Texten über sie. In diesen Tagen ist „Das Dritte Reich“ von Roberto Bolaño erschienen und die ersten Reaktionen liegen vor.

Ronald Pohl stellt bei derstandard.at fest: „Man muss den Roman Das Dritte Reich nicht lieben, um Roberto Bolaño literarische Meisterschaft zu konzedieren.“

Caspar Battegay schreibt bei tagesanzeiger.ch „(…) obwohl er nicht an das Meisterwerk «2666» herankommt, ist doch zu hoffen, dass in Bolaños verwaister Schublade noch einige solche Manuskripte lagern.“

Thomas Borchert hat das Buch für die dpa rezensiert und stellt sich die Frage: „Ob Bolaño den frühen Roman vielleicht nur als Stilübung für seine späteren Hauptwerke schrieb und deshalb bis zum Tod 14 Jahre später in der Schublade ließ? An die wild anarchische, vielstimmige Tiefe der Hauptwerke kommt dieses Buch jedenfalls nicht heran.“

Thomas Hummitzsch ordnet das Werk von Bolaño bei glanzundelend.de so ein: „Für sein Werk trifft zu, was George Bataille 1957 in seiner bahnbrechenden Studie »La littérature et le mal« (dt. Die Literatur und das Böse, jüngst neu aufgelegt beim Verlag Matthes & Seitz) festgehalten hat. Die Literatur, die sich der Souveränität des Bösen verschrieben hat, darf selbst nicht ins Moralische verfallen, sondern muss einer »Hypermoral« verpflichtet bleiben, schreibt Bataille dort.“

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