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„Überhaupt sollten Autoren möglichst „repräsentabel“ sein, so Kluges Fazit.“ So also macht man in der bunten Welt der Verlage Karriere. Ob sich Autoren gute Geschichten ausdenken können, ob sie diese womöglich gut schreiben können – all das ist nicht so wichtig, wenn es nach Klaus Kluge geht. Der Herr ist Geschäftsführer des Bastei-Lübbe-Verlags und sprach beim Berufsschulblock des mediacampus vor angehenden Buchhändlerinnen beiderlei Geschlechts. Natürlich: Spannung boomt. Und künftig will man bei dem Kölner Traditionshaus weg von den ausländischen Autoren (70 bis 75% der Autorenschaft) und mehr deutsche Schreiberlinge verlegen. Nicht etwa, weil deutsche Autoren – und damit auch Krimiautoren – besser erzählen oder schreiben könnten. Nein, deutsche Autoren wären für den Verlag wichtig, „weil diese im Zeichen von Social Media besser mitwirken können“.

Das sind doch sonnige Aussichten für angehende Möchtegern-Autoren: Finde viele Follower, Freunde und Verfolger bei Twitter, Facebook und Google+, dann haste auch eine Chance auf eine Veröffentlichung bei Bastei Lübbe. Schade wäre ja nur, wenn die Leser vor lauter Social Media überhaupt nicht mehr zum Bücherlesen kommen. Oder lieber zu den selbstverlegten E-Books bei Amazon & Co. greifen…

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