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„So liegt auch der Reiz von Suters neuem, heute erscheinendem Werk weniger in der Handlung – die Krimi-Kriterien sind mit einem eher abstrakt bleibenden Mord, einem gigantischen Deal in der ebenfalls abstrakt bleibenden Welt des Hochfrequenzhandels und einer nicht ganz plausiblen Story, wie Allmen und sein Kompagnon Carlos zu diesem Fall und insbesondere zu ihrem „Honorar“ kommen, eher beiläufig erfüllt -, als in der Ausschmückung jener Welten, durch die Suter seinen Helden mit Einstecktuch und Schrankkoffer flanieren lässt, von der Anwaltskanzlei in London über einen Züricher Nachtclub und das Grand Hotel Heiligendamm bis hin zu einem Wohnblock mit illegalen Einwanderern.“ Damit hat Felicitas von Lovenberg den Längsten. Den längsten Satz in einer Rezension bei faz.net zu Martin Suters „Kriminalroman“ „Allmen und der rosa Diamant“.

Stilistisch ein furchtbarer und unleserlicher Satz, aus dem man locker drei Sätze hätte formulieren können. Aber wir haben uns ins Hochfeuilleton verlaufen und da gehört das Erschweren der Lektüre zum guten Ton. Für Lesbarkeit und Verständlichkeit sind andere zuständig. Dafür beweist uns Frau von Lovenberg, wie man sich mal so richtig nach Art des Hauses die Finger am „Krimi“ schmutzig macht. Dass sie dabei in ihrem Urteil mindestens so selbstgefällig ist wie der Herr Suter in seiner Schreibe, gehört dazu.

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