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»Macht dieses Buch zum meistgeschnorrten auf der Buchmesse!«

Elmar Krekeler

Es ist eine eigenwillige Hysterie, die der Roman Unter dem Auge Gottes von Jerome Charyn bei einigen älteren Herren der deutschsprachigen Krimikritik auslöst. Erst kürzlich wollte ein hier nicht zu nennender und zu verlinkender Kritiker (weil ich sonst 500.- Euro Strafe zahlen muss) Schampus hinunterkippen, nun also fordert der Herr Krekeler bei der Welt zum Schnorren auf. Ob dieses ironische (und arrogante) Geschwurbel so im Sinne des Verlages ist, der ja vom VERKAUFEN von Büchern lebt?

Einmal mehr macht dieser alberne, völlig in der Luft schwebende Text von Herrn Krekeler deutlich: Die deutsche Krimi-Kritik benötigt dringend wieder stilsicher auswählende, analytisch lesende und vor allem unaufgeregt schreibende Kritikerinnen und Kritiker. Grobe Marktschreierei – statt hilfreicher Vermittlung, wie sie die komplexen Texte eines Jeromy Charyn erfordern – helfen guter Literatur nicht. Jene hyperventilierenden, dauerironisch erregten Buchbeißer gehen mir arg auf den Wecker, sie machen ganz viel kaputt. Ausnahmen – und wer die Krimi-Depeschen verfolgt, wird sie finden – mögen sich bitte ausdrücklich nicht angesprochen fühlen. Ebenso sei nichts gegen das Buch gesagt, Mr. Charyn kann sich seine deutschen Kritiker nicht aussuchen. Das solches Kritiker-Geschwurbel guten Büchern womöglich sogar schaden kann – weil es Leser verschreckt und falsche Erwartungen weckt – ist im Falle von Jerome Charyn geradezu tragisch.

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Kommentare & Reaktionen

5 Kommentare

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  1. Oktober 6, 2013

    Ein paar Anmerkungen zur Kritik von Elmar Krekeler über ‚Unter dem Auge Gottes‘ von Jerome Charyn – http://t.co/ml66NzeRTa

  2. Oktober 6, 2013

    RT @krimiblogger: Ein paar Anmerkungen zur Kritik von Elmar Krekeler über ‚Unter dem Auge Gottes‘ von Jerome Charyn – http://t.co/ml66NzeRTa

  3. Oktober 7, 2013

    RT @krimiblogger: Ein paar Anmerkungen zur Kritik von Elmar Krekeler über ‚Unter dem Auge Gottes‘ von Jerome Charyn – http://t.co/ml66NzeRTa

  4. November 28, 2013

    Ich verstehe die drei Kommentare nicht, die verlinken doch nur im Kreis auf diesen Beitrag hier. Da bleibt mir nur ein: Ich so, strange!

    • krimiblogger #
      November 28, 2013

      Stimmt, lieber Jürgen Bürger, das ist etwas irreführend. Da sollte oben „Kommentare und Erwähnungen“ stehen denn diese drei „Kommentare“ sind Erwähnungen des Beitrags auf Twitter. Ich werde das bald ändern – vielen Dank für den Hinweis!

      Herzliche Grüße

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