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»Ich will jetzt hier nicht behaupten, dass Krimis faschistisch wären oder Nationalsozialismus oder Ähnliches hervorbringen können oder eine Diktatur, aber man kann da sehr sensitiv, funktionieren die im Kern der Gesellschaft und sie sind ein Anzeiger des Gewaltpegels und sie beruhigen den Gewaltpegel so ein bisschen, und das Ganze, das kann auch sofort sich in andere Dimensionen verschieben, wenn sich die äußeren Faktoren verändern.«

Thomas Hauschild

Nach Einschätzung des Hallenser Ethnologen Thomas Hauschild können Krimis bei den Zuschauern aggressive Spannungen abbauen. Liane von Billerbeck hat mit ihm zum Thema bei Deutschlandradio Kultur gesprochen. Dort gibt es das Interview als Text und als Podcast.

Dort findet sich ebenfalls ein Beitrag von Tobias Wenzel: Peng! Tot! Fall gelöst! Über die Krimiflut im deutschen Fernsehen informiert der Podcast zur Sendung.

Aktualisierung am 5. August 2013: Bitte beachten Sie die Klarstellung von Thomas Hauschild in den Kommentaren zu diesem Beitrag.

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Kommentare & Reaktionen

2 Kommentare

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  1. Thomas Hauschild #
    August 5, 2013

    Da Sie meine sprachlich völlig misslungene Live-Aussage so auffällig machen in ihrer Website, möchte ich Ihnen und Ihren Lesern eine sprachlich überarbeitete und vielleicht klarere Form anbieten:
    »Ich will hier nicht behaupten, dass Krimis faschistisch wären oder Nationalsozialismus oder Ähnliches hervorbringen können oder eine Diktatur. Aber sie bearbeiten einen sensitiven Bereich des Zusammenlebens. Sie funktionieren im Kern der Gesellschaft, sie sind ein Anzeiger des Pegels von Gewaltbereitschaft. Zugleich beruhigen sie den realen Gewaltpegel ein wenig durch Spannungsabbau – das Ganze kann sich leicht in andere Dimensionen verschieben, wenn die äußeren Faktoren Veränderungen durchmachen, vor allem die Ökonomie.«

  2. krimiblogger #
    August 5, 2013

    Lieber Thomas Hauschild,

    vielen Dank für Ihre Klarstellung und die Verdeutlichung Ihrer Aussage. Ich habe Ihr Zitat so von der Internetseite des Deutschlandradio Kultur übernommen.

    Das Interview mit Ihnen erscheint mir wichtig, weil zu dem Zeitpunkt, als es veröffentlicht wurde, gerade eine Diskussion auf der Facebook-Seite der Krimi-Couch lief, die sich mit einer Aussage eines Kritikers beschäftigte, die durchaus einen faschistischen Zusammenhang mit deutschen (Regional)-Krimis herstellte.

    Siehe https://www.facebook.com/krimicouch/posts/10151593499084342

    Herzliche Grüße
    Ludger Menke

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