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Kuratierte Notizen & Neuigkeiten zur Kriminalliteratur | A sheet of notes & news about crime fiction

Segel setzen!
Werte Leserinnen, werte Leser,
gerne würde der Krimi-Depeschen-Dienststellenleiter sich ein paar Tage lang den Wind um die Nase wehen lassen. Doch statt Segel zu setzen, muss er sich einmal mehr dorthin begeben, wo für Bits & Bytes Flaute herrscht.

Als aufmerksame Krimi-Depeschenleser wissen Sie, was dies für die nächsten Tage bedeutet: Linkreiche Empfehlungen könnte es gelegentlich bei Facebook und Twitter geben. Auch bei Google+ tauchen womöglich Meldungen auf.

Es bleibt knallbunt und zwar bei Pintrest. The Crime Fiction Daily und Der tägliche Krimi versorgen Sie zuverlässig und wie durch Zauberhand mit Neuigkeiten aus der englischsprachigen und der deutschsprachigen Krimiwelt.

Und wer es ganz genau wissen möchte – die stürmischen Seelenzustandsmeldungen bei Tage des Lesens geben Auskunft über den Verbleib des Krimi-Depeschen-Dienststellenleiters.

Wenn nichts dazwischen kommt, dann tickern ab dem 24. Juni 2013 die Krimi-Depeschen wieder.

Feinste Sommerlektüren, ob nun am sommerlichen Strand oder auf dem heimischen Balkon, wünsche ich Ihnen. Und noch ein Anliegen: Bitte bleiben Sie mir gewogen!

Auf baldiges Wiederlesen
der krimiblogger
- Krimi-Depeschen-Dienststellenleiter -


»Lost gathers force as it rushes to its genuinely surprising climax. While it isn’t my favorite Bolton novel (I’d recommend Awakening, Dead Scared or Sacrifice), there’s enough psychological suspense involved to make even squeamish readers forget the gore, for a time.«

Maureen Corrigan

Detective Constable Lacey Flint must stop a serial killer who’s draining the blood from young boys in London. Maureen Corrigan about Lost, the latest novel by S. J. Bolton. Her review you will find at The Washington Post.


»Leider wurde die Geschichte erheblich gekürzt. Die Printausgabe und die ungekürzte Hörbuchausgabe, die es im Internet zum Herunterladen gibt, sind fast doppelt so lang wie die CD-Fassung. Gerade bei einer derart komplexen Handlung, die, wie ein Blick ins Buch zeigt, auch viele Nebenstränge und Finessen hat, ist das schade und geht zulasten der Verständlichkeit.«

Annkathrin Bornholdt

Beim Norddeutschen Rundfunk stellt Annkathrin Bornholdt die Höchfassung des Romans Abendruh von Tess Gerritsen vor.


»Wir alle wissen nicht, wer in hundert Jahren die Literaturgeschichte Amerikas bestimmen wird. Zum Beispiel der Engländer Charles Dickens war zu Lebzeiten ein belächelter Unterhaltungsschriftsteller. Vielleicht bleibt Stephen King. Er verlockt Menschen zum Lesen, die es sonst nicht täten, weil es ihnen zu langweilig ist.«

Annemarie Stoltenberg

Regelmäßige Krimi-Depeschen-Leser werden diese Gedanken bekannt vorkommen: Schon am 5. Juni zog Hannes Stein in seinem Beitrag So schlau ist der neue Schund von Stephen King bei der Welt Parallelen zwischen Stephen King und Charles Dickens. Dort steht:


»Dass seine [Charles Dickens] von Sentimentalität triefenden Geschichten – voll von unwahrscheinlichen Plotwendungen und noch unglaubwürdigeren Figuren – den Tod ihres Autors überleben würden, hätte im 19. Jahrhundert kaum jemand für möglich gehalten. Und doch ist es just so gekommen. Wer sagt uns also, dass von den großen Amerikanern des 20. Jahrhunderts am Ende nicht ausgerechnet Stephen King übrigbleibt?«

Hannes Stein

Erfreuen wir uns daran, dass sich Kritikerinnen und Kritiker gegenseitig so inspirieren. Mehr von dieser befruchtenden “Zusammenarbeit” gibt es in Frau Stoltenbergs “Rezension” zu Stephen Kings neustem Roman Joyland, zu lesen beim Norddeutschen Rundfunk.


»Frauen würden Gewalt an Frauen auch deshalb so plausibel beschreiben, weil diese für sie alltagsrelevant sei. Sie könnten sich gut vorstellen, wie es sei, verängstigt nachts alleine durch einen dunklen Park zu gehen.«

Brigitte Frizzoni

Im Gespräch mit Isabella Lechner beschreibt Krimiforscherin Brigitte Frizzoni das Phänomen Frauenkrimi. Das Interview gibt es bei die Standard.


»Es ist eines der größten Vergnügen, die man in diesem Jahr haben kann, McKinty zu lesen. Und das nicht nur als Konsument von Killerware. Es ist große Literatur wie die historischen Kriminalromane von David Peace große Literatur sind. Und die von James Ellroy.«

Elmar Krekeler

Der katholische Bulle und der Schwulenmörder: Höchstes Lob von Elmar Krekeler für den Roman Der katholische Bulle von Adrian McKinty, dem Auftakt zur Reihe um den Polizisten Sean Duffy, der in Nordirland im Jahre 1981 ermittelt. Die Kritik gibt es bei der Welt.


»Bad Monkey is the closest Hiaasen comes to a police procedural, but true to form, it also is a look at the ludicrous ways of Florida, such as the true bait-and-switch in which a dead sailfish is surreptitiously placed on a tourist’s line.«

Oline H. Cogdill

Carl Hiaasen’s latest spoof involves an unattached arm, a good cop and a nasty monkey. Oline H. Cogdill reviews the new novel Bad Monkey at the Miami Herald.


»What is sure is that I don’t want to insert the normal day-after-day life in my novels. Not because I don’t like it, but because, from my instinctive (and intellectual) point of view, a detective novel belongs to the great family of tales, legends, myths, etc., and not to realistic literature.«

Fred Vargas

Detective stories are really myths and tales: Peter Rozovsky talked to Fred Vargas. Read the second part of his revealing interview at his fine blog Detectives Beyond Borders.


»Since I was always awake early, I used to lie there and look at the books. They had exotic titles like Eyeless in Gaza, For Whom The Bell Tolls, Cloud Howe, The Case of the Black-Eyed Blonde, The Big Sleep. And the writers had weird names like Aldous Huxley and Lewis Grassic Gibbon. They became very familiar to me as I stared at them every morning, never drawing a distinction between what might be classed as »literature«, and the court and crime mysteries of bestsellers like Erle Stanley Gardner or Raymond Chandler.«

Peter May

Digging Into Crimes: MaryAnne Kolton interviews Peter May. Read more at Los Angeles Review of Books.